Verlag Heidi Franitza, Oberschwaigstraße 5 a, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel: 0175/46 34 190 oder 09661/81 11 01, Email: heidi.franitza@t-online.de
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Inhaltsverzeichnis SCT 43 5 Leitartikel 6 Inhaltsverzeichnis 8 Sardinien – ein Tagebuch 16 Canterbury-Beiwagen 22 Dragon-Rally, Gespanntreffen 24 Sattelsammlung, Gespanntechnik 26 BFG-Gespanne aus Frankreich 29 Ural Classic 30 Masterpriece, Custom-Gespann 34 Bergpreis mit FIM-Status 38 Praktisch und gut, Ausrüstung 40 Sehnsucht nach gestern, Indian-Gespann 42 Lagerkoller, Frühlingssuche 48 Termine 50 Der Dreiradlinger, Roman 51 Travel-News 52 Leserbriefe 53 Kleinanzeigen 54 Nachrichten 64 Neues Spiel, Moto-Cross 66 Gespannfahrer-Shop 68 Streiflichter aus Schottland, Reise 74 Vorschau, Impressum 75 Nachgefragt
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Grund zum Jubeln? Mit dem Beschluss des Bundesrats zur Öffnung des § 21 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) vom 15.02.2019 ist ein weiteres Restmonopol des TÜV gefallen. Nach der Veröffentlichung der Liberalisierung des § 21 StVZO im Bundesgesetzblatt können künftig alle zugelassenen Prüforganisationen - und nicht mehr nur der TÜV in West- Deutschland und die DEKRA in Ost-Deutschland - Gutachten und Einzelabnahmen vornehmen. Das hört sich ja mal schon ganz gut an. In der Vergangenheit hatte der TÜV in der Gespannszene sehr viel Vertrauen verloren. Ich will gar nicht erst anfangen, eine Versäumnis- und Fehlerliste anzufangen. Oft waren Fehlinterpretationen auf die Bemühungen Einzelner zurück zu führen. Manchmal konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass über interne Kontrollfunktionen auch das aaS-Gesetz ausgehebelt werden wurde. Bei der Liberalisierung des § 21 der STVZO geht es um verdammt viel Geld. Es geht um rund eine halbe Million Eintragungen, die durchschnittlich gute 100 Euro kosten. Das sind also rund 5 Millionen Euro, sich TÜV im Westen und DEKRA im Osten aufteilten. Klar, dass auch GTÜ und KÜS etwas von diesem Kuchen anhaben wollen. Im Internet wurde in den vergangenen Wochen dieses Thema sehr kontrovers diskutiert. Stimmen wurden auch bei einer Weiterbildung von TÜV-Ingenieuren laut, dass der gestiegene Konkurrenzdruck eine Verminderung der Abnahmequalität nach sich ziehen könnte. Nach dem Motto, wenn Du die Eintragung verweigerst, gehe ich halt zur Konkurrenz! Insgesamt 500 Millionen Argumente können da schon einen Einfluss haben. Tja, wir als Gespannfahrer wollen Partner und keine Paragraphenreiter oder Umsatzjunkies. Wir wollen Sachverständige, die wissen, was sie tun, die auch mal eine Eigenbauschwinge nachrechnen können, die eine Umbereifung gut finden, weil für diese Reifgengröße dann wieder Reifen lieferbar sind. Wir brauchen keine Prüfer, die für ein Gespann einen Rückwärtsgang zwingend fordern, nur weil sie das Komma einer Bestimmung nicht richtig lesen können. Die Liberalisierung des § 21 wird die Abnahme von Gespannumbauten nicht einfacher machen. Allerdings sollten sich auch alle Beteiligten darüber im Klaren sein, dass die Begutachtung nach § 19 (2) und 21 nicht allein im Anheften von Papier besteht. Übrigens hat zu diesem Themenkomplex der Verband der TÜV e.V. ein Positionspapier zum Erhalt der TP-Stellen (Technische Prüfstellen) veröffentlicht (www.vdtuev.de/dok_view?oid=382860). Grund zum Jubeln haben wir nicht. Aber ich hoffe, dass die Neuregelung dazu führt, dass Verantwortung und Kompetenz wieder in den Vordergrund treten und die Prüfstellen nicht mit Nichtwissen und Verantwortungsabschiebung kokettieren. Negative Beispiele haben wir genug. Wir brauchen nicht noch welche. Martin und Heidi
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