Verlag Heidi Franitza, Oberschwaigstraße 5 a, 92237 Sulzbach-Rosenberg, Tel: 0175/46 34 190 oder 09661/81 11 01, Email: heidi.franitza@t-online.de
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Inhaltsverzeichnis SCT 40 5 Leitartikel 6 Inhaltsverzeichnis 8 Das Boot 18 Krebs Hansi und Vergesslichkeit, Gespanntreffen 24 Duett der Kriegstrompeten, KTM-Gespann 28 The Bonesetters, TT-Teilnahme 33 On the road 34 Gespannakrobaten 37 Team Kershaw on cloud nine 38 Hungrig nach Kurven 40 Winter beginnt hier! Gespanntreffen 44 Gespannfahren verbindet 46 Rollerreise an die Cote d´Azur 52 Termine 54 Roman 55 Travelnews 56 Leserbriefe 58 Nachrichten 66 Standardsohlen, Winterreifen 70 Gespannfahrer-Shop 72 Staubspektakel 74 Mit Harfe und Bombaradon 78 Vorschau, Impressum 79 Nachgefragt
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Tragödie Informationskonsum Anfang August verbreitete der ADAC auf seiner Webseite eine Meldung, dass die Einreise in den Iran mit Motorrädern über 250 Kubik nicht mehr erlaubt sei. In den sozialen Medien verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer über ein Einreiseverbot. Wenige Tage später hieß es dann, dass die temporäre Einfuhr von Motorrädern mit mehr als 250 ccm Hubraum und von Motorrädern eines amerikanischen Herstellers in den Iran verboten ist. Auf der Seite der Zeitschrift Tourenfahrer wurde dieser Satz so interpretiert: Verboten ist damit nicht nur ein dauerhafter Import von Motorrädern, sondern auch die temporäre Einfuhr, wie sie jeder Reisende beim Eintritt ins Land automatisch vornimmt. Nun, dass der Iran auf die Sanktionen der Vereinigten Staaten irgendwie reagieren wird, ist logisch. Dass die Einreise von Touristen verboten wird, erschien eher unwahrscheinlich. Denn auch in vergangenen Sanktionsjahren war die Einreise nicht grundsätzlich verboten.  War die Meldung nach heutigem Verständnis ein Shitstorm, der letztlich auf eine sehr ungenaue Übersetzung zurück zu führen war? Weder auf den Seiten der iranischen Botschaften, bei professionellen Visavermittlern oder dem Auswärtigen Amt waren entsprechende Hinweise zu finden, die ein Einreiseverbot für Motorräder bestätigten. Unsere Verbindung zu Motorradfahrern im Iran brachte auch keine neuen Erkenntnisse. Im Gegenteil, fast täglich erschienen Meldungen auf den einschlägigen Reiseseiten über Motorradfahrer, die mit ihren Maschinen nach dem üblichen Prozedere an der Grenze einreisen konnten. Wir erhielten keine einzige Meldung über Einreisesanktionen für Motorradfahrer. Am 7. August hieß es noch auf der ADAC-Seite:  Seit Erhalt der Nachricht arbeiten wir mit Hochdruck daran, mehr Informationen zu erhalten. Die Anfrage eines Bekannten bei den Grenzstationen Sero, Bazargan (beide Türkei – Iran) und Bajgiran (Turkmenistan) brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Einreise sei nicht verboten. An diesen Grenzstationen werden weiterhin Motorräder mit über 250 Kubik abgefertigt. Die letzte Information kam von der Website www.overlandiran.com. Hossein reagierte auf meine Bitte und fragte bei den Ministerien nach. Von dort kam die Auskunft, die Einreise sei für die Durchreise von einer Dauer von fünf bis zehn Tagen erlaubt. Da aber in der Zwischenzeit sich viele Reisende auch länger im Iran aufhielten, ist auch diese Auskunft mit etwas Vorsicht zu genießen. Nun, dieses Beispiel zeigt eine Problematik ganz deutlich: Das Internet als glaubhafte Informationsquelle u betrachten, ist gefährlich. Insbesondere Meldungen aus Foren und sozialen Netzwerken sollten hinterfragt werden.  Übrigens, bis zum 11. September, dem Redaktionsschluss, gab es keine neuen Informationen zu diesem Thema. Offensichtlich interessierte es niemanden mehr. Martin und Heidi
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